INHALT:
Bis zur Blütezeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert war die Kirche die geistig allein bestimmende Instanz und für alle Erkenntnisse richtungsweisend. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Bereich des Glaubens und die damit verbundene Form einer Selbsterkenntnis von der Etablierung der neuen Wissenschaft abgelöst. Diese neue Wissenschaft von der „Psyche“ nannte man Psychologie, wobei schon der Begriff reiner „Etikettenschwindel“ ist, denn Psychologie als „Lehre von der Seele“ hat gar nichts mehr mit der Seele im Glauben zu tun: „Mit dem Aufkommen der Psychologie wurde die Seele endgültig aus dem Bewusstsein der Menschen vertrieben“ (Edith Stein). Ziel dieser Schrift ist es, Begriffe wie Seele, Selbsterkenntnis und Spiritualität wieder bewusst in einen entsprechenden Kontext zu stellen und einem wirklichen Begreifen zugänglich zu machen. Kontext bedeutet dabei, dass man sich zuerst das Prinzip der Dualität in der gesamten Schöpfung vergegenwärtigen muss, ohne dass ein wirkliches Verstehen überhaupt nicht möglich ist. Es geht um die unauflösliche Spannung zwischen Leib und Seele. Dieses Buch gibt durch die Beschreibung der verschiedenen Formen von Verblendungen eine Hilfestellung zur wahren Selbsterkenntnis. Denn nur über den Weg der bedingungslosen Selbsterkenntnis ist eine Überwindung der Dualität bis hin zur Erleuchtung möglich.


